Überlegungen zur Selbständigkeit

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Despotist
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Despotist »

Chromanoid hat geschrieben: Mir ging es eher darum, wie ihr so den Overhead einschätzt (schließlich muss man nen Jahresabschluss abgeben usw.).
Wenn du sowas selber machen willst must du schon ziemlich masochistisch veranlagt sein ;). Genau für sowas sind Steuerberater da. Fire and Forget.

Aber die Botschaft vom Kursleiter war das es auch für "normale" (sprich nicht BWLer) machbar ist wenn auch etwas höherer Aufwand wegen doppelter Buchführung usw.. Aber da ich eine massive Abneigung gegen jede Form von Bürokratie habe würde ich es nicht selber machen wollen. Wenn du Zahlen magst macht es dir vielleicht Spaß ;). Ich weiß auch nicht inwieweit Software dich dabei unterstützen kann. Gibt ja für mittelständische Unternehmen einige Pakete.

Fakt ist aber dass es so oder so Geld kostet (Steuerbrater oder Software + Arbeitszeit).

Das klingt ja schon ziemlich konkret bei dir. Wenn du dich beeilst kannst du Schrompf einstellen, oder umgekehrt ;).
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Chromanoid
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Chromanoid »

Hehe naja das ist nur ein schöner Traum :) erst mal muss ich mit meinem Studium zu Ende kommen ^^. Meine Diplomarbeit geht auch schon in Richtung dessen, was ich dann vielleicht später mal unternehmerisch machen will MMO/Social Games Entwicklung ^^ Ich werde wohl aber erst mal Angestellter bleiben, bis ich mir sicher bin, dass ich was anständiges hinkriegen würde... Vielleicht gehts mir ja irgendwann mal so wie Schrompf mal sehen...
Da ich Wirtschaftsinformatiker bin und eigentlich immer ganz gut mit Bilanzen zurecht kam, würde ich gerne versuchen in der Startphase die Buchhaltung nicht abzugeben :).
glassbear
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von glassbear »

Schrompf hat geschrieben:Das ist ein kniffliger Teil. Ich habe ein finanzielles Polster für etwa drei Monate. Die sind aber bei sachte reduziertem Lebensstil geplant.
Oh ha...
Und da kommt eine gewisse sozial-moralische Komponente hinzu: meine Freundin sieht es gar nicht gern, dass wir auf einige oder alle Unternehmungen oder Reisen verzichten sollen.
Prioritaeten setzen und durchziehen. Am Ende wird sie dich fuer lieben. Wenn nicht, war sie nur hinter deinem Geld her... :twisted:
Überhaupt war die Reaktion meines Umfelds, speziell der Familie, eher entmutigend. Als Stichworte seien "Spielereien", "Gekasper" und "endlich erwachsen werden" genannt. Immer nur unterschwellig, man bekommt auch immer einen gewissen Respekt vor der Entscheidung an sich. Aber speziell Computerspiele werden wohl nicht als Wertschöpfung betrachtet. Es ist schwer, bei diesem Zuspruch noch die Zuversicht in das Vorhaben zu behalten. Ist es denn wirklich eine dauerhaft ertragsfähige Lösung? Oder renne ich hier wirklich nur meinen Jugendträumen hinterher, meine Spielereien und Experimente zu verfolgen, und drücke mich vor der Erkenntnis, dass man nicht immer nur machen kann, was man will? Ich vermute, ich werde es herausfinden.
Der letzte Satz von dir gibt mir dann etwas Hoffnung fuer dich :)
Das Umfeld ist bei sowas in den seltensten Faellen hilfreich und positiv eingestellt. Ob das nun Spiele oder andere Anwendungen sind. Viele sehen nur den Aspekt, dass du deinen sicheren Job aufgibst und dich in ein unbekanntes Abenteuer begibst. Und genau davor haben viele Leute Aaaaaangst...
Stichwort "nebenberuflich" - das ist bei mir schlicht an Zeitmangel nichts geworden. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich das entweder als Vollzeit machen muss oder mich mit der ewigen Hobbyrolle abfinde. So richtig aufgeben wollte ich den Gedanken aber nie. Also jetzt das.
Dann noch eine andere Idee: Frag deinen Chef nach drei Monaten unbezahlten Urlaub (aufpassen mit Sozialabgaben, da weiss ich gerade nicht genau, ab wann die wie faellig werden!). Das gibt dir/euch Zeit fuer 2-3 kleine Spiele auf verschiedenen Vertriebskanaelen, verschiedene Konzepte. Wenn das was wird, gut. Wenn nicht, kannst du zurueck in den alten Job.
Ein Hoch auf uns Männer... Auf die Frau, die uns HAT ( oder hat, und nicht weiß, dass sie uns hat ) ...auf die Idiotinnen ... besser gesagt VOLLPFOSTINNEN ... die uns hatten und uns verloren haben ... und auf die GLÜCKLICHEN, die das Vergnügen & Glück haben werden uns kennenzulernen!
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Despotist »

Chromanoid hat geschrieben: Ich werde wohl aber erst mal Angestellter bleiben, bis ich mir sicher bin, dass ich was anständiges hinkriegen würde.
Im Idealfall solltest du ja direkt mit einem fertigen Produkt in die Selbständigkeit starten. Wenn du 3 Jahre dran entwickelst lohnt es kaum in dieser Zeit eine Firma zu haben weil die soweit ich weiß auch dicht gemacht wird wenn sie längere Zeit keinen Gewinn macht (sonst hätte ja jeder eine Firma um Steuern zu sparen).
Chromanoid hat geschrieben: Da ich Wirtschaftsinformatiker bin und eigentlich immer ganz gut mit Bilanzen zurecht kam, würde ich gerne versuchen in der Startphase die Buchhaltung nicht abzugeben
Dann weißt du doch besser Bescheid als jeder andere hier ;). Ist natürlich auch nicht schlecht wenns im Haus bleibt. Aber der "normale" Gründer wird solche Sachen wohl lieber abgeben wollen.
Stephan Theisgen
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Stephan Theisgen »

Ich habe leider nicht viel Zeit, deswegen nur ganz kurz hier. Ich war eine kleine Zeit lang selbstständig bevor ich angefangen habe zu studieren. Nicht im Bereich Programmierung, aber im Bereich EDV und Computer.

Ich kann nur sagen, der ganze Verwaltungskram ist nicht so kompliziert, wie alle (inkl. mir) immer Angst davor haben. Jeder der es schafft ein paar Zeilen in C++ zu schreiben sollte meiner Meinung nach auch damit zurecht kommen. Es ist wirklich nicht so schwer und zeitaufwendig. Zumindest am Anfang. Später wird es dann recht komplex und da kann auch ein Steuerberater mehr rausholen und es lohnt sich dann einfach nicht mehr, dass alles alleine zu machen. Aber am Anfang geht das gut. Außerdem bekommt man viel Hilfe, bei konkreten Fragen antworten sogar die Finanzämter sehr kompetent und auch die IHK bietet einigen Service an. Ich habs dann auch so gemacht, dass ich beim ersten mal das alles an einen Steuerberater gegeben habe und mir angeguckt habe, welche Zahlen er da wo rein hat. Dann habe ich erstmal das ein paar Jahre so gemacht wie er und als es dann komplizierter und mehr wurde, habe ich es dann wieder abgegeben.

Ich habe übrigens irgendwann gedacht, ich sollte doch was anständiges Lernen, bin studieren gegangen und hatte die verrückte Idee ich könnte in einer anderen Stadt einfach wieder anfangen. Naja das hat praktisch gar nicht geklappt. Jetzt nach 7 Jahren könnte ich langsam wieder anfangen. Irgendwie witzig, ich bin der selbe, ich kann das selbe, aber anderer Ort andere Zeit und es wollte einfach nicht durchstartet, erst jetzt... Also es gehört leider auch viel Glück dazu. Aber ich denke, wenn man einen Plan B hat, ist es ein Versuch allemal wert! Ohne es zu versuchen kann man es einfach nicht wissen. Selbständigkeit war SCHÖN!

Ich drücke ganz fest die Daumen, sollte ich irgendwie beratend helfen können schick einfach ne PM.

Stephan
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von j.klugmann »

Steam hat wirklich sehr hohe Anforderungen, das sieht man besonders oft wenn man das Indie-Gamer Forum liest. Insofern würde ich mich da nicht auf nur eine Vertriebsmöglichkeit beschränken. XBLA und Steam haben beide hohe Einstiegsvorraussetzungen und auf XBLA kommt man nur mit einem Publisher. Das Problem mit der Familie ist übrigens normal für Indies, jedenfalls wenn man TigRadio Glauben schenkt.

Aufjedenfall viel Glück! Vielleicht könnt ihr ja auf der Devmania schon was vorzeigen.
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Chromanoid
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Chromanoid »

Die Entwickler von http://zfx.info/viewtopic.php?f=10&t=615 haben es auf Steam geschafft. Vielleicht können die ja auch was dazu erzählen :)
Alexander Kornrumpf
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Alexander Kornrumpf »

Nennt mich naiv aber ich fand das mit den Rechtsformen eigentlich immer sehr übersichtlich. Und ich geb einmal im Jahr meinen Ordner und die Kontoauszüge vom Geschäftskonto der Steuerberaterin und der Rest geht quasi von selbst. Das ist eigentlich der einfachste Teil. Wer Steuern zahlen muss hat vorher auch verdient, man darf halt nur nicht vergessen entsprechende Rücklagen zu bilden.

Was du neben dem nackten Überleben noch im Hinterkopf behalten solltest sind Sozialversicherungen, Altersvorsorge usw. Wurde hier glaub ich noch nicht genannt.

Abgesehen davon wär meine größte Sorge tatsächlich ein vernünftiges Produkt, und die Frage wie man es an den Kunden bringt. Bis du dann Mitarbeiter hast, dann hast du damit was neues was dir Sorgen machen kann. Hab ich zumindest gehört.
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Thoran
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Thoran »

@Schrompf:
Evtentuell interessant: http://altdevblogaday.org/2011/04/11/in ... -a-living/

Viel Erfolg,
Thoran
Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese gerne behalten.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Es kamen schon einige interessante Links zu Tage, aber speziell der letzte von Thoran bietet eine Menge anekdotischer Weisheit. Danke, Thoran!
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Brainsmith
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Brainsmith »

So, ich melde mich auch mal zu Wort. Ich habe diesen Schritt auch unternommen.

Da ich nicht weiß, inwieweit du einen Studienabschluss hast, zähle ich dir mal ein paar Möglichkeiten auf, die bei mir in Frage kamen.
Als Absolvent einer Hochschule kann man ja Existenzgründerstipendien beantragen. Im wesentlichen gibt es da zwei mir bekannte Wege, wobei nur einer IMO zwingend einen akademischen Abschluss erfordert:

1.Die Gründerlabore der Games Development Initiative Ruhr (GDI) mit der Website hier und
2. das EXIST-Stipendium hier (benötigt einen Hochschulabschluss).


1. Die Gründerlabore bieten dir alles, was das Developerherz zu bieten hat: Büros, Rechner, Software (Visual Studio, 3DS-Max, Flash, die Vision-Engine von Trinigy, und und und) in fast jedem Bereich. Das Ganze ist für dich für die Dauer deines Projektes kostenlos und bietet dir dementsprechend einen guten Start.

2. Es bietet dir 17000€ für Sachmittel, sodass du dir eine Grundausstattung zulegen kannst, weitere 5000€ für Coaching. In der Regel bekommt man auch ein Büro gestellt, sodass Mietkosten wegfallen. Der Antragsweg ist allerdings zielich hart. Wir haben ewig daran gesessen (6 Monate+) und es aber dann letztendlich geschafft, gefördert zu werden und sind seit März aktiv.

Falls ihr euch für die Gründerlabore der GDI bewerben wollt, kannst du mir Bescheid geben und ich vermittel dich/euch weiter. Ich kenne die Leute da und kann euch auch einen Termin zu einem Gespräch verschaffen, falls das gewollt ist.
Der Zeitpunkt dafür wäre perfekt, denn die Förderung der GDI läuft jetzt erst an.

Evtl können wir ja ein paar PMs schreiben, um uns ein kleines Developer-Netzwerk aufzubauen.

LG


Brainsmith

€dit: Habe ein paar mehr Informationen zu den beiden Programmen hinzugefügt.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Danke für die detaillierten Infos, Brainsmith! Ich fürchte aber, die Gründerinitiative ist auf das Ruhrgebiet beschränkt. Da fehlen noch fünfhundert Kilometer bis zu uns in den Osten :-) Ansonsten klingen die Rahmenbedingungen echt gut - da muss der Aufnahmeprozess sehr hart sein, sonst wär es ja quasi ein Geschenk.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Brainsmith »

Eine Sache hab ich beim EXIST-Stipendium noch vergessen.. =D

Jeder, der maximal 3 geförderten Gründer bekommt 2000€ monatlich über den Zeitraum von einem Jahr.
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Aramis
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Aramis »

Da fehlen noch fünfhundert Kilometer bis zu uns in den Osten
Hopp-Hopp, umziehen :-)
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rüp
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von rüp »

Scheißvorschlag, dem Osten fehlt es sowieso schon an Startup-Unternehmen. :(
Visit my personal page, and follow the Rat King on Facebook & Twitter!
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Schrompf
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Das war auch nicht ernstgemeint von Aramis, glaube ich :-)

Wenn ich weggehen wollte, hätte ich das schon vor Jahren getan. Will ich aber nicht - die Gründe, hierzubleiben, werden immer mehr und nicht weniger. Trotzdem erinnere ich mich immernoch mit einem warmen Gefühl im Bauch daran, dass mich Crytek vor ein paar Jahren auf der QuoVadis mal anwerben wollte. Ich glaube, die haben damals eh jeden gefragt, aber ich behalte meine Illusion der Bedeutsamkeit trotzdem gern.
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joggel

Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von joggel »

Angeber... :D ... /Spass.

Aber ich frag mich, wieso es solche Unterschiede gibt.
Wieso wird anderswo den Start-up-Unternehmen mehr unter die Arme gegriffen?
Wenn es an dem so ist.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Alexander Kornrumpf »

Hmm, ich denke so hoffnungsvolle New Economy "Startups" wie Q-Cells (Bitterfeld) Infineon (Dresden) u.ä. wären nicht an den Orten an denen sie sind wenn das nicht extrem vom Staat gefördert worden wäre. Wir stecken hier dagegen unser Geld lieber in Steinzeittechnologien wie Steinkohle und Opel :)
j.klugmann
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von j.klugmann »

@Schrompf: Der Technical Director von Crysis 2 folgt mir bei Twitter. Warum auch immer, interessant bin ich für die aber erst nach meinem Studium( dauert also noch etwas ;) ).
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Chromanoid
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Chromanoid »

Also in Hamburg gibt's auch Förderung für Spieleentwickler (GameCity Hamburg). Ich kann mir kaum vorstellen, dass in größeren Städten zumindest nicht auch an solchen Programmen gearbeitet wird. Vielleicht einfach mal bei irgendeinem Amt fragen ^^
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Brainsmith
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Brainsmith »

Hab mir nochmal Gedanken gemacht. Es gibt noch ein Programm, das ich sehr interessant finde.

Es nennt sich Microsoft Bizspark und Infos gibts hier.

Man bekommt für maximal drei Jahre die komplette Microsoft-Software umsonst gestellt. Sprich, beliebig viele Visual Studio Lizensen, Windows für Lau, Office, Outlok, Project etc.
Die Firma von euch darf weniger als 3 Jahre bestehen und muss weniger als 1 Mio US-Dollar Umsatz im jahr machen. Das sind durchaus erfüllbare Kriterien.

LG


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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von starcow »

Wie hat sich nun das ganze weiterentwickelt?
Das wäre wirklich interessant zu wissen!

Gruss starcow
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Moin,

wie es sich entwickelt hat, kann ich aktuell noch nicht genau sagen, da mein/unser erstes Projekt noch mehr Verspätung als erwartet hat. Es entwickelt sich gut, speziell die Panik vor dem Intel Level Up Contest letzten Montag war erstaunlich produktiv. Ich bin bald an der Schwelle, ab der ich nur noch Content produzieren muss. Mein Grafiker hängt sich inzwischen auch mehr rein, die ganze Webseite www.splattergame.net und viele neue Grafiken sind entstanden. Außerdem haben wir nun nach einem Photoshooting mit einem Model auch ne Menge Bildmaterial, dass wir zusammen mit Szenen aus der Umgebung und viel Verfremdung für die Cutscenes verwenden können. Der Sound steht auch schon in den Startlöchern, speziell die Musik wurde schon gelobt. Bis auf die Sprecher sieht es also eigentlich prächtig aus. Die finale Test, also der Verkauf, steht aber noch aus.

Finanziell ist dabei aber noch nichts rumgekommen. Ich mache hier und da auch Auftragsarbeit, aber die kommt bislang nur sehr selten. Wenn also im Juni die staatliche Unterstützung ausläuft, sollte Splatter nach Möglichkeit fertig sein. An dieser Stelle übrigens vielen vielen Dank an Euch Steuerzahler hier im Forum, die ihr mir diese Möglichkeit finanziert habt. Ich hoffe innig, dass Splatter rechtzeitig fertig wird und auch nennenswert Geld abwirft - ich habe kein Problem damit, dass dann über die Steuern alles zurückzuzahlen :-) Und ich muss ehrlich sagen: der Lebensstil als Freiberufler ist genial. Ich stehe früh gern auf, weil ich mich mit den Sachen beschäftigen kann, die ich eh tun will. Und es stört mich auch nicht, dass ich an einem üblichen Tag auch bis 20/21 Uhr am Projekt arbeite - es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Ich würde das gern weitermachen.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Alexander Kornrumpf »

splattergame.net hat geschrieben:Charaktäre
Doch wohl eher Charaktere?
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Oha. Danke für die Korrektur!
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von starcow »

Dann ist Splatter also quasi dein Startup-Projekt? Was ist mit Splitterwelten? Wieso hast du dich gegen Splitterwelten als StarupProjekt entschieden?
Schrompf hat geschrieben: Und ich muss ehrlich sagen: der Lebensstil als Freiberufler ist genial. Ich stehe früh gern auf, weil ich mich mit den Sachen beschäftigen kann, die ich eh tun will. Und es stört mich auch nicht, dass ich an einem üblichen Tag auch bis 20/21 Uhr am Projekt arbeite - es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Ich würde das gern weitermachen.
Das freut mich doch sehr für dich. Und ich bin davon überzeut, dass dir dies auch langfristig gelingen wird!

btw erinnerst du dich überhaupt noch an mich :-)

Gruss und schönen Abend!

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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Schrompf »

Ich erinnere mich ehrlich gesagt nur dunkel... nur anhand eines Nicknames ist das etwas knifflig. Falls Du die Sternenkuh bist, die damals für die Splitterwelten einige Waffen modelliert hat, dann hab ich's :-)

Die Splitterwelten sind immernoch in Entwicklung, aber ich hatte mich gegen sie entschieden, weil sie meiner Meinung nach zu groß sind, um sie in absehbarer Zeit zu einem verkaufsfähigen Zustand zu bekommen. Ich brauchte ein Projekt, dass schneller fertig zu werden versprach, und bin daher auf das Contest-Experiment Splatter zurückgekommen.
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von Jonathan »

Zur Selbstständigkeit habe ich einen netten Artikel wiedergefunden, vielleicht kennt ihn der ein oder andere noch von Developia:

Die 6 Teile sind leider nicht so toll verlinkt, darum hier die einzelnen Links, zum durchklicken:
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/54-tbcs1
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/55-tbcs2
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/56-tbcs3
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/57-tbcs4
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/58-tbcs5
http://www.sven-gramatke.de/computer/28-spiele/59-tbcs6

Also, von den Erfolgreichen hört man ja immer, vermutlich weil Popularität zum Erfolg dazugehört. Von den gescheiterten dagegen fast nichts. Black Chronos ist mehr oder weniger gescheitert, hat die Geschichte aber mehr oder weniger von Anfang an dokumentiert. Am Anfang kommt noch viel Planung, aber so ab Teil 4 wird es spätestens richtig interessant.
Ich will damit keinen demotivieren oder so. Möglicherweise kann man ja auch aus den Fehlern anderer lernen. Aber es ist so ein bisschen ein Grund, warum ich mir nicht zutraue, mich selbstständig zu machen. Das Leben ist eben hart und ich möchte Spiele aus Spaß entwickeln und mich nicht über fehlenden Erfolg ärgern.
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!
https://jonathank.de/games/
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Re: Überlegungen zur Selbständigkeit

Beitrag von starcow »

Schrompf hat geschrieben:Falls Du die Sternenkuh bist, die damals für die Splitterwelten einige Waffen modelliert hat, dann hab ich's :-)
Ja, die Sternenkuh, die bin ich :->
Ich werde jedenfalls ein exemplar deines Spiels kaufen und bin gespannt, wie sich deine Situation entwickelt! :-)
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