Hm, eigentlich ist es nicht komplex.
Du gehst so vor wie der "normalen" schriftlichen Multiplikation aber anstelle von normaler Addition in der Breite des Integers nimmst du halt XORs, also effektiv eine Addition für jedes Bit einzeln. Bei Wikipedia ist es erklärt und es gibt auch ein Beispiel:
https://en.wikipedia.org/wiki/Carry-les ... or#Example. Mathematiker lieben es dann auch, die Bits als Koeffizienten eines Polynoms zu schreiben, aber wenn dir das nicht gefällt, kannst du es vergessen.
Effektiv fällt beim CLMUL halt weg, dass 0b1 + 0b1 = 0b10, also eben der Übertrag oder eben wenn eine Ziffer überläuft (2 Einsen), es dann in die nächst höhere Stelle überspringt. Dadurch betrachtet man den Integer als echt als Kette von Bits wie bei den bitweisen Operatoren. Wenn man so will, ist die Multiplikation dann eine Faltung, wenn dir das was sagt.
Bei Wikipedia gibt es auch diese schöne Grafik...
Es wurden einfach alle Bits der blauen und roten Zahlen auf den Seiten einzeln miteinander multipliziert. Danach werden die ihrer Stelle nach zusammengezält. Also multipliziert man Bit an Stelle 2 mit einem Bit an Stelle 5, gibt einen Beitrag zu Bit an Stelle 2+5=7. Im Unterschied zur normalen Multiplikation NUR, dass eben wirklich jedes Bit einzeln bleibt und zwei 1en in einer aufsteigenden Diagonale sich komplett wegkürzen und nicht in die nächst höhere Stelle wandern. Dadurch sollte dann auch anschaulich recht schnell klar werden, was ich vorher meinte. Wenn beide Multiplikanten die selben sind, ist das Muster symmetrisch entlang der absteigenden Diagonalen (von links oben bis rechts unten). Nur die Einsen in dieser Diagonalen kommen nicht automatisch doppelt vor und die Diagonaleinträge wirken sich nur auf jedes zweite Bit aus.
Abgesehen von diesem Trick und Kryptografie/Checksummen/Zufallszahlen-Zeug ist mir bis jetzt auch noch kein Anwendungsfall begegnet aber kann ja noch kommen. :)