Jammer-Thread

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Mirror
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Mirror »

Es gibt so gut wie keine interessante Seite ohne Cookies. Das nervt echt. Tolle Gesetze ...
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Chromanoid
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Chromanoid »

Ich hasse diese cookie consent Sachen. Das ist so eine Art Datenschutz virtue signalling. Ein Graus und ich glaube in den meisten Fällen rechtlich ohne Sinn.
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Tiles
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Tiles »

Aber ein gutes Mittel um zumindest von einem Teil der Besucherherde eine Zustimmung zur vollständigen Datenausschlachtung zu ergaunern.

Habter toll hinbekommen die DSGVO !
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Tiles
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Tiles »

Da hab ich mich gefreut dass ich mit dem Defender Control den drecks Windows Defender abschalten kann wenn ich ihn nicht brauche. Und schwupps löscht mir der Windows Defender heute den Defender Control als Bedrohung runter. Weil kann ja nicht sein dass der User bestimmt wann Microsoft den PC scannen darf ...

EDIT, Version 1.8 behebt das Problem. Zeigt aber auch mal wieder die schöne Problematik vom Antivirus Schlangenöl.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Was den Cookie Blödsinn betrifft, kann ich nur sagen: Danke, Deutsche! Wieder einmal mit viel Gejammer um Grundrechte erreicht, dass wir jetzt auf jeder Seite einen bescheuerten Banner haben, der in den meisten Fällen, vor allem mobil, einfach nicht funktioniert.
Ähnlich ist es ja mit Corona: durch das ständige Geheule der Bürger und die fehlende Bereitschaft, einfach mal etwas so zu akzeptieren, wie es ist, haben wir nun den Schlamassel. Danke vielmals! Hauptsache, der Urlaub muss nicht zu Hause stattfinden, wo kämen wir denn da hin.
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Chromanoid
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Chromanoid »

Wobei man beim Cookie-Consent-Banner klar sagen muss, dass Session-Cookies, Load-Balancing-Cookies, Warenkörbe und Remember-Me-Funktionen keinen Consent-Banner brauchen.

Und das wird leider (auch von phpBB) nicht so gelebt. Das ist wie mit den Link-Disclaimern völlig aus dem Ruder gelaufen.

Dass ich zustimmen muss, wenn mich jemand tracken möchte, finde ich richtig.

Leider wurde es wirklich vom Gesetzgeber verkackt, das klipp und klar hinzuschreiben - da fehlte wahrscheinlich einfach der technische Weitblick, was dann daraus gemacht wird. Den Unternehmen und einigen Entwicklern werfe ich hier durchaus absichtliche Übereifrigkeit vor, um das Ganze zu torpedieren - entweder um Tracking-Cookies zu verharmlosen oder um den "Wilden Westen" des "alten" Internets irgendwie zu wahren. (edit: habe hier eben noch ein bisschen konkretisiert)

Viele Seiten und Anwendungen könnten sich den Consent-Banner sparen. Bei phpBB bekommen wir ja auch so einen bescheuerten Banner reingedrückt, der überhaupt nicht sein müsste.

Sicher bleibt ein auf den ganzen eRecht-Seiten erwähntes minimales Restrisiko wegen der schwammigen Formulierung. Aber ich glaube das ist so groß wie das Rechtsrisiko beim Surfen im Web...

Die großen Betreiber gaukeln natürlich gerne vor, dass jeder so einen Cookie-Banner braucht, dann wird das zur Normalität - aber die wollen damit ihr Tracking verharmlosen...
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Krishty
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

D-eath hat geschrieben:
24.04.2021, 11:56
Was den Cookie Blödsinn betrifft, kann ich nur sagen: Danke, Deutsche! Wieder einmal mit viel Gejammer um Grundrechte erreicht, dass wir jetzt auf jeder Seite einen bescheuerten Banner haben, der in den meisten Fällen, vor allem mobil, einfach nicht funktioniert.
Ähnlich ist es ja mit Corona: durch das ständige Geheule der Bürger und die fehlende Bereitschaft, einfach mal etwas so zu akzeptieren, wie es ist, haben wir nun den Schlamassel. Danke vielmals! Hauptsache, der Urlaub muss nicht zu Hause stattfinden, wo kämen wir denn da hin.
Was hätte man denn bei dem völlig ausgeuferten Tracking akzeptieren müssen, wie es ist?!
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Chromanoid
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Chromanoid »

BTW ich finde man sollte es sogar als Verstoß werten, wenn ein Cookie Consent Banner unnötigerweise angezeigt wird. Ich sehe das nämlich wirklich als "Verharmlosungs-Angriff" auf die aus meiner Sicht korrekte Forderung in der DSGVO Einwilligung für Tracking einholen zu müssen. Das ist so, wie wenn man für seine App alle möglichen Zugriffsrechte einfordert, die die Anwendung gar nicht braucht, um Benutzer zu desensibilisieren.

Edit: Habt ihr das hier gesehen: https://blog.fefe.de/?ts=9e7d2a0c ? Da kann man doch nur kotzen. Solchen Betrug und Rechtsmissbrauch sollte man echt schwerer bestrafen. Kleine Betreiber müssen sich da irgendwie an eine Schiedsstelle richten können und große müssen haften, wenn sie da aus praktischen Gründen einfach kollaborieren. In einer Informationsgesellschaft muss sowas eigentlich ein Offizialdelikt sein. edit: ah ist es ja :), ich frage mich wie es da bei der Verfolgung von internationalen Desinformationskampagnen aussieht... das betrifft ja irgendwie jeden Bürger, obwohl es um Informationen geht, die vielleicht nicht in Deutschland gespeichert werden. Zumindest die Takedown-Kollaborateure mit Sitz in Deutschland müsste man doch irgendwie mit Beihilfe zum Betrug in Deutschland verantwortlich machen können.
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Jonathan
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Ansich bin ich ein Fan von den Cookie-Regeln. Das Internet war die ganze Zeit schon kaputt (im Sinne von: Es hat etwas komplett anderes gemacht, als der Nutzer erwarten konnte), aber jetzt sieht man es zumindest ein wenig.

Was jetzt noch fehlt wären noch strengere Gesetze, z.B. dass man wirklich nur noch durch einen Klick alle Cookies ablehnen kann (und dieser Button genau so gut sichtbar ist, wie der Annehmen-Button). Teilweise muss man sich dafür ja noch durch dutzende Unterseiten klicken und 20 Häkchen einzeln setzen. Als nächstes wäre es natürlich gut, wenn Webseiten die Browser-Voreinstellungen respektieren müssten. Dann gäbe es gar keine Cookie-Banner mehr, aber im Unterschied zu vor ein paar Jahren dafür Tracking-Schutz.
Das würde natürlich dazu führen, dass Webseitenbetreiber sich endlich mal moralische Geschäftsmodelle ausdenken müssten und nicht mehr durch Gehirnwäsche und Datendiebstahl (ich nenne das so, weil 99% der User nicht in der Lage sind zu verstehen, was ihnen da genommen wird und was das wert ist) Geld verdienen. Zum Beispiel ein vernünftiges Verlagsübergreifendes Abo-Modell (ähnlich wie flattr). Es gibt zwar schon viele Seiten mit Abos, aber ehrlich gesagt schaue ich mir viele davon vielleicht einmal im Monat an und würde dafür niemals ein komplettes Abo abschließen wollen.

Und wenn das alles passiert ist, wird die sehr gute DSGVO dafür gesorgt haben, dass das Internet wieder funktioniert.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

Jonathan hat geschrieben:
24.04.2021, 16:25
Was jetzt noch fehlt wären noch strengere Gesetze, z.B. dass man wirklich nur noch durch einen Klick alle Cookies ablehnen kann (und dieser Button genau so gut sichtbar ist, wie der Annehmen-Button). Teilweise muss man sich dafür ja noch durch dutzende Unterseiten klicken und 20 Häkchen einzeln setzen.
Das ist AFAIK bereits so. Tumblr hatte anfangs versucht, damit durchzukommen, dass man die 300 Häkchen einzeln abwählt(!), aber das mussten sie aufgeben.
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Chromanoid
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Chromanoid »

What PlayWay should - and shouldn't - teach us about game publishing (GameDiscoverCo game discovery newsletter)

Von solchen Stories habe ich jetzt schon ein paar mal gelesen. Auch so Storys wo zweifelhafte Publisher Indie-Messen auskundschaften etc. Langsam habe ich das Gefühl, dass man Spieleideen zwar diskutieren kann, aber sobald die Umsetzung ansteht, man sich gut überlegen muss, wie man einen Hype aufbauen kann ohne Copycats zu wecken. Man muss da ganz schön kreativ sein, damit man sich im Fall der Fälle trotzdem von der Kopie in positiver Weise abhebt und den Hype-Faktor behält...
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Jonathan
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Die gucken als, welche Spielideen gerade gehypt werden und pushen dann schnell ihren Clone um auf den Zug aufzuspringen, bzw. ihn sogar zu überholen?

Das klingt erstmal irgendwie 'böse', aber letztendlich muss man ja sagen, dass sie einfach nur auf ein kaputtes System optimieren. Es ist ja nicht mehr so, dass man mit guten Spielen Geld verdienen kann. Man verdient mit gehypten Spielen Geld. Aufmerksamkeit ist gleich Geld. Wenn du in den ersten 24 Stunden nicht genügend Exemplare verkaufst, wird das Spiel auch nie wieder profitabel werden. Wenn du kein Geld für professionelles Marketing ausgibts, brauchst du mit der Entwicklung gar nicht erst anfangen. Und wenn du mit deinem Ersteindruck nicht Glück hast, hast du halt Pech gehabt.

Auf all das hab ich wirklich keine Lust. Böse gesagt ist heute jeder der versucht sein Spiel zu verkaufen, selber Schuld. Auf der einen Seite steht die Faszination des Handwerks und der Kreativität, auf der andere einer der beschissensten Märkte die man sich denken kann. Das sollte man halt wissen, bevor man sich darauf einlässt. Und sich dann darüber zu beschweren ist nachvollziehbar (ich mache ja gerade genau das), aber andererseits auch irgendwie komisch (weil man es sich ja genau so ausgesucht hat).

Ich meine, wie soll man das schon ändern? Es ist ja nichtmal so, dass irgendein böser Konzern das macht. Die "Schuldigen" sind irgendwie alle. Durch den globalen Markt des Internets gibt es ein unfassbar massives Überangebot von Spielen. Also sind die Entwickler schuld, weil es davon zu viele gibt. Dann natürlich auch die Medien, weil die Artikel über Dinge schreiben, die gerade der Hype sind, weil alles andere nicht geklickt wird und sie sonst überhaupt kein Geld mehr verdienen würden. Und natürlich die Spieler selber, die in sozialen Netzen sturr Dinge liken und in ihrerer Filterblase glücklich sind und auch genau da bleiben wollen. Und ganz am Ende natürlich auch irgendwie PlayWay, die sich das ganze System angucken, verstehen wie es funktioniert und dann ausnutzen um Geld zu verdienen.

Früher war das besser. Irgendwie zumindest. Früher konnte man seine Spiele beim GameStar Lesersoftware Wettbewerb einreichen, jeden Monat wurden 5 davon veröffentlicht. Ich glaube ich habe als Jugendlicher um die 3 Spiele da veröffentlicht bekommen, die wurden dann jeweils auf 200.000 Heft-CDs gepresst und in ganz Deutschland verteilt. Ich glaube, ich habe zwar von niemanden dafür Feedback bekommen (vielleicht kam doch mal ne Mail, weiß ich nicht mehr), aber trotzdem war es damals wirklich cool das zu sehen. Heute interessiert sowas kein Schwein mehr.

Die Sachen die ich hier vorstelle, bekommen auch alle nur eine handvoll Kommentare. Aber die sind zumindestens von Leuten, deren Internetnamen man kennt und mit denen man auch über andere Dinge redet. Ist mehr ehrlich gesagt lieber, als 500 anonyme Likes auf irgendeiner Plattform, die mich an mir selber zweifeln lassen, weil ich eigentlich mindestens 2000 haben wollte.
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!
Alexander Kornrumpf
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Alexander Kornrumpf »

Jonathan hat geschrieben:
26.04.2021, 20:11
Die gucken als, welche Spielideen gerade gehypt werden und pushen dann schnell ihren Clone um auf den Zug aufzuspringen, bzw. ihn sogar zu überholen?

Das klingt erstmal irgendwie 'böse', aber letztendlich muss man ja sagen, dass sie einfach nur auf ein kaputtes System optimieren. Es ist ja nicht mehr so, dass man mit guten Spielen Geld verdienen kann. Man verdient mit gehypten Spielen Geld. Aufmerksamkeit ist gleich Geld. Wenn du in den ersten 24 Stunden nicht genügend Exemplare verkaufst, wird das Spiel auch nie wieder profitabel werden. Wenn du kein Geld für professionelles Marketing ausgibts, brauchst du mit der Entwicklung gar nicht erst anfangen. Und wenn du mit deinem Ersteindruck nicht Glück hast, hast du halt Pech gehabt.

Auf all das hab ich wirklich keine Lust. Böse gesagt ist heute jeder der versucht sein Spiel zu verkaufen, selber Schuld. Auf der einen Seite steht die Faszination des Handwerks und der Kreativität, auf der andere einer der beschissensten Märkte die man sich denken kann. Das sollte man halt wissen, bevor man sich darauf einlässt. Und sich dann darüber zu beschweren ist nachvollziehbar (ich mache ja gerade genau das), aber andererseits auch irgendwie komisch (weil man es sich ja genau so ausgesucht hat).

Ich meine, wie soll man das schon ändern? Es ist ja nichtmal so, dass irgendein böser Konzern das macht. Die "Schuldigen" sind irgendwie alle. Durch den globalen Markt des Internets gibt es ein unfassbar massives Überangebot von Spielen. Also sind die Entwickler schuld, weil es davon zu viele gibt. Dann natürlich auch die Medien, weil die Artikel über Dinge schreiben, die gerade der Hype sind, weil alles andere nicht geklickt wird und sie sonst überhaupt kein Geld mehr verdienen würden. Und natürlich die Spieler selber, die in sozialen Netzen sturr Dinge liken und in ihrerer Filterblase glücklich sind und auch genau da bleiben wollen. Und ganz am Ende natürlich auch irgendwie PlayWay, die sich das ganze System angucken, verstehen wie es funktioniert und dann ausnutzen um Geld zu verdienen.

Früher war das besser. Irgendwie zumindest. Früher konnte man seine Spiele beim GameStar Lesersoftware Wettbewerb einreichen, jeden Monat wurden 5 davon veröffentlicht. Ich glaube ich habe als Jugendlicher um die 3 Spiele da veröffentlicht bekommen, die wurden dann jeweils auf 200.000 Heft-CDs gepresst und in ganz Deutschland verteilt. Ich glaube, ich habe zwar von niemanden dafür Feedback bekommen (vielleicht kam doch mal ne Mail, weiß ich nicht mehr), aber trotzdem war es damals wirklich cool das zu sehen. Heute interessiert sowas kein Schwein mehr.

Die Sachen die ich hier vorstelle, bekommen auch alle nur eine handvoll Kommentare. Aber die sind zumindestens von Leuten, deren Internetnamen man kennt und mit denen man auch über andere Dinge redet. Ist mehr ehrlich gesagt lieber, als 500 anonyme Likes auf irgendeiner Plattform, die mich an mir selber zweifeln lassen, weil ich eigentlich mindestens 2000 haben wollte.
Weiß ich nicht. Das Geschäftsmodell gibt es, aber es klappt längst nicht immer.

Und es gibt auch die andere Seite: "Dorfromantik" habe ich 2 Minuten auf Youtube gesehen, und dann sofort gekauft (mache ich sonst eher nicht). Ich glaube es wurde auch gehyped, aber es ist halt auch unglaublich zugänglich - zwei Minuten zuschauen reichen um das Gameplay komplett zu verstehen - und es ist auch ein gutes Spiel. Ich gönne denen jedes verkaufte Exemplar.

Oder "Hades". Ja es wurde gehyped, aber der Hype ist gerechtfertigt. Das Spiel ist mindestens so gut wie der Hype es darstellt. Gerade mal geschaut, Steam sagt ich habe knapp 60 Stunden in dem Spiel (davon sicherlich mehr als 0 Spiel im Pause Screen stehen lassen und was anderes machen, aber egal). Zum Vergleich "Tomb Raider" (erschienen 2013 gepielt in 2020): ~18h Story einmal durch auf "leicht". Ich will nicht wissen was Tomb Raider für ein Budget hatte und was Hades für ein Budget hatte.

Ich glaube was sich geändert hat "seit wir jung waren" ist dass die Chance einen "Hit zu landen" sich der Chance angeglichen hat einen Hit als Popstar zu landen. Oder als Autor. Ich halte das für einen Normalisierungsprozess. "Indie-Gamedev-Star" ist ein ähnlich sinnvoller Berufswunsch wie Popstar oder Bestseller-Autor.
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Jonathan
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Oh, ja, das war falsch ausgedrückt. Ich denke auch auf jeden Fall, dass so ziemlich jedes gehypte Spiel auch tatsächlich ein sehr gutes Spiel ist - aber andersherum ist das eben nicht der Fall.

Dein letzter Abschnitt ist ein ganz guter Vergleich, denke ich. Und vermutlich bin ich da einfach auch in einer Blase und es gibt genau so viele Hobbymusiker die an den großen Durchbruch glauben, wie es Hobbyentwickler gibt.
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Chromanoid
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Chromanoid »

Naja, wenn das so stimmt, wie geschrieben, geht das eher so: Ein Typ macht ein Spiel und baut einen netten Trailer und die Leute finden das cool. Die Firma kommt, kopiert den Trailer inhaltlich inkl. gefaktem Gameplay, schaut ob es auch gut ankommt und baut das Spiel dann schneller fertig als der ursprüngliche Typ. Die scheinen hier vielleicht sogar so weit zu gehen, dass sie einen Einzelkämpfer inszenieren, der das Spiel der Firma "alleine" "als Indie" entwickelt.
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Krishty
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

Nach zehn Jahren schafft Microsoft es endlich, dass Fenster auf dem Bildschirm ihre Position nicht mehr verändern, wenn man den Bildschirm aus- und wieder einschaltet.

https://devblogs.microsoft.com/directx/ ... rangement/

Angeblich. Denn dieses neue, heißeste Feature des Jahres 1989 kann man nun genießen, wenn man sich für das Insider-Programm einschreibt.

Weil ich seit meinem Umstieg auf Windows 10 ebenfalls davon betroffen bin und mich jeden Tag mehrfach über diese Fehler aufrege, möchte ich euch kurz erklären, was da passiert:

Die Windows-Shell ist von hirnamputierten Idioten auf die Tastatur gesabbert worden.

Das „Problem“ ist nämlich, dass DisplayPort-Bildschirme keine Unterscheidung treffen, ob man sie nur abschaltet oder ob man sie abtrennt. Wenn ihr euren Monitor abschaltet, fühlt sich das für Windows also tatsächlich so an, als ob das Kabel gezogen wäre und der PC ohne Grafikausgabe liefe. Wird der Bildschirm wieder eingeschaltet, ist das wie das Anklemmen eines neuen Monitors.

Nun schafft Windows es trotz erzwungener Anbindung an die Cortana-Cloud-KI nicht, dazwischen die Auflösung und die absolute Positionierung zu speichern. Das ist für Microsoft-Ingeneure nämlich ungefähr so unlösbar wie das Halteproblem.

Sie legen im System einen virtuellen Desktop an. Wenn der Monitor abgeschaltet/abgeklemmt wird, werden alle Fenster auf diesen virtuellen Desktop verschoben. Beim Einschalten/Anklemmen des Monitors wieder zurück.

In den Registry-Schlüsseln steht allerdings ständig eine falsche Auflösung des virtuellen Desktops. An Windows arbeiten zwar mehr Ingenieure als damals am Apollo-Programm, aber die Auflösung des Monitors zu speichern ist halt auch viel schwieriger als das Landen auf fremden Himmelskörpern. Deshalb konnte man da seit 2012 nix tun.

Ihr könnt in die Schlüssel auch manuell richtige Werte schreiben, dann funktioniert das ein paar Tage. Bis Cortana (oder so) die Schlüssel wieder zurückstellt, weil ihr dumm seid und Microsoft sehr schlau.

So war das jedenfalls bisher. Bis letzte Woche einer der Affen zufällig die richtigen Tasten gedrückt hat und jemandem auffiel, dass dieser Bugfix auch einfach als Feature angekündigt werden könnte! Denn wozu braucht man Qualitätskontrolle, wenn man einen Twitter-Account hat!

Jetzt schreibt das DirectX-Team eine Ankündigung, Tausende lesen das, und darunter bedanken sich allen Ernstes Leute von ganzem Herzen, dass das endlich funktioniert. Anstatt z. B. überall MacOS zu installieren oder auf Windows 7 zurückzugehen. Zumal das zwei Jahre durch „Tests“ laufen muss (Endbenutzer, die vor Microsoft gern nackt sind, installieren es und man guckt nächstes Jahr in der Telemetrie, ob die Abstürze häufiger werden).

Auf Linux kackt das übrigens auch gern ab, aber dort zumindest erst mit *zwei* Monitoren, die man in einer Reihenfolge ab- und in der anderen wieder einschaltet.

What a time to be alive! Wenn ich endlich meinen Enkeln von den Errungenschaften unserer Generation erzählen kann!
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Lord Delvin »

Mal versucht mit Autohotkey einen Windowmanager zu schreiben, der nur halbwegs an das dran kommt, was compiz vor 10 Jahren konnte?
Man lernt viele Dinge über das Windowmanagement in Windows die man nie wissen wollte...wirklich nie.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von NytroX »

Was, die Fenster auf dem Bildschirm werden nicht richtig positioniert?
Wie hieß das Betriebssystem nochmal? Irgendwas-OS? Achnee, warte, es hieß "WINDOWS"....
You had ONE JOB! ...
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Krishty
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

> update Visual Studio
> start first build
> Task Manager shows vctip.exe
> wat
> C:\Program Files (x86)\Microsoft Visual Studio\2019\Preview\VC\Tools\MSVC\14.29.30031\bin\Hostx86\x64
> properties
> File description: Microsoft® VC compiler and tools experience improvement data uploader
> MFW fuckin Millenials and megacorps ruin my compiler
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Assimp lässt sich auf OSX immer noch nicht per vcpkg installieren, weil Irrlicht vorausgesetzt wird, das aber ebenfalls per vcpkg nicht installierbar ist. Nervig.
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Krishty
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

Irrlich wird derzeit entfernt und durch einen anderen XML-Parser ersetzt. Das Irrlich-Problem ist also aktiv in Arbeit, auch wenn dir das jetzt wahrscheinlich nicht viel hilft.

Du könntest den aktuellen master ausprobieren – der kommt ohne Irrlicht aus. Allerdings sind dort einige Funktionen abgeschaltet, bis die Migration abgeschlossen ist (z. B. der X3D-Import). Und es ist halt kein vcpkg.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Danke für den Tipp. Das ist mir so weit bewusst, ich wollte halt einen Feldversuch starten, ob ich alleine mit Package-Manager cross-plattform arbeiten kann oder nicht. Aber sieht so aus, als ob das nicht möglich ist zur Zeit.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von NytroX »

Mal CSFML probiert:

Code: Alles auswählen

sfRenderWindow_create(mode, "Hi", style, &settings);
Geht!
Dann das hier gesehen:

Code: Alles auswählen

/// \param settings Creation settings (pass NULL to use default values)
CSFML_GRAPHICS_API sfRenderWindow* sfRenderWindow_create(sfVideoMode mode, const char* title, sfUint32 style, const sfContextSettings* settings);
Also ich so:

Code: Alles auswählen

sfRenderWindow_create(mode, "Hi", style, nullptr);
Und mein PC so:

Code: Alles auswählen

X Error of failed request:  BadValue
  Major opcode of failed request:  1 (X_CreateWindow)
  Value in failed request:  0x0
¯\_(ツ)_/¯
#loveit
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Ich habe nur mal den Code überflogen und gesehen, dass settings hier schon auf != NULL geprüft wird. Scheint wohl wieder ein wenig tiefer vergraben zu sein, der Fehler.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Qt und seine bescheuerten Änderungen. QGLWidget wurde ja bekanntermaßen durch QOpenGLWidget ersetzt. Da Qt einen dazu zwingen möchte, seine eigenen OpenGL-Wrapper (QOpenGLFunctions) zu verwenden, werden Loader wie GLEW nicht offiziell unterstützt. Selbstverständlich wollen das eine Million Menschen dennoch tun, weil sich nicht jeder in seinem Engine-Projekt abhängig zu Qt machen möchte. Antwort auf diese Frage: "Benutz doch QOpenGLFunctions". Na danke.
Ja, ich weiß, dass es Methoden gibt, das über irgendwelche Proxyobjekte zu machen und GLEW und der Qt OpenGL-Kram dürfen nicht in einer TU stehen, aber es nervt dennoch, weils unnötig ist.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Hmm, ich meine ich hätte es damals mal geschafft, einen Extension Loader in Qt5 einzubauen. Aber ich meine mich so dunkel zu erinnern, dass man da tatsächlich aufpassen musste, was man wo wie und in welcher Reihenfolge includiert. Laut Dokumentation scheinen die QOpenGlFunctions ja auch nur OpenGL ES 2.0 zu implementieren - selbst wenn man das benutzen wollte klingt das für moderne Desktopanwendungen recht unbrauchbar...
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Krishty »

Das Kompilat von Visual C++ ist durch Edit & Continue, Just my Code, and Runtime checks derart aufgebläht, dass sie nun standardmäßig Optimierungen in Debug-Builds einführen.

Runtime Checks und Edit & Continue stören mich eigentlich überhaupt nicht – auch nicht die Geschwindigkeitseinbuße – denn das ist Sicherheit/Flexibilität, die ich unbedingt haben möchte.

Aber Just my Code hat mich schon immer genervt (hindert mich aktiv am Debugging!), und das hier liest sich echt heftig:
It works by inserting a function call in the prologue that calls into the runtime library. This helps the debugger to distinguish between user and non-user code. The problem here is that inserting a function call into the prologue of every function in your project means that there are no leaf functions anymore in your whole project. If the function doesn’t need any stack frame originally, now it will
WEEEEEEEEE CPU GO BRRRRRRR

Manchmal fragt man sich echt, was die Compiler-Entwickler da eigentlich beruflich machen. Das Exception Handling auf x64 benutzt exakt aus diesem Grund eine Lookup-Tabelle, in der man pro Funktion nachschlagen kann, welcher Exception Handler für sie verantwortlich ist. Und statt sowas zu machen bauen die in jede einzelne Funktion einen zusätzlichen Funktionsaufruf ein?!

Den anderen Visual-C++-Devblog-Artikel von heute habe ich auch nach mehrfachem Lesen nicht verstanden. Sie sprechen von irgendwelchen Compiler-Einstellungen, sagen aber nicht, welche.

Ich habe eh das Gefühl, dass das Management vorgegeben hat, dass jeder Microsoft-Mitarbeiter mindestens einen Blog-Artikel im Blog seines Teams veröffentlichen muss, obwohl die meisten nicht bloggen können und/oder wollen. Weil Nähe zu Entwicklern und so. Also verschwenden sie jedermanns Zeit mit Artikeln, die sich lesen, als hätte der Autor einen Schlaganfall oder würde was im Schlaf vor sich hinmurmeln.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von D-eath »

Jonathan hat geschrieben:
07.05.2021, 15:32
Hmm, ich meine ich hätte es damals mal geschafft, einen Extension Loader in Qt5 einzubauen. Aber ich meine mich so dunkel zu erinnern, dass man da tatsächlich aufpassen musste, was man wo wie und in welcher Reihenfolge includiert. Laut Dokumentation scheinen die QOpenGlFunctions ja auch nur OpenGL ES 2.0 zu implementieren - selbst wenn man das benutzen wollte klingt das für moderne Desktopanwendungen recht unbrauchbar...
Mit ein bisschen Debugging hat sich nun rausgestellt, dass das Problem ist, dass mein FBO, den ich für das Erzeugen der Depthmap nutze, mit dem Default FBO, den Qt verwendet, nicht zusammen arbeitet. Wenn ich den Depth Pass ausschalte, funktioniert alles, lustig. Das Problem war also gar nicht, dass mein OGL Kram nicht funktioniert, sondern, dass mein Call zu glBindFramebuffer eben so nicht klappt wie erwartet. Hach. lustig.
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Oh, mit Framebuffern hatte ich auch mal Probleme. Ich glaube die Ursache war, dass QOpenGLWidget grundsätzlich Framebuffer benutzt, vermutlich um damit später irgendetwas 'cooles' zu machen. Der wird auch standardmäßig aktiviert, also geht erstmal alles. Aber nachdem mein Code einen eigenen Framebuffer benutzt hat, wollte ich Bildschirm-Rendering wieder aktivieren, indem Framebuffer-Rendering deaktiviert wurde - richtig wäre allerdings gewesen stattdessen wieder den QOpenGLWidget Framebuffer zu binden.
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Jonathan
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Re: Jammer-Thread

Beitrag von Jonathan »

Also ganz ehrlich, C++ ist verdammt kompliziert. Ich würde fast sagen, zu kompliziert um es sinnvoll produktiv einsetzen zu können. Denn ich habe schon wieder Stunden damit verbracht, einen absolut absurd unoffensichtlichen Fehler zu finden...

Ich hatte eine Klasse, die man ursprünglich nicht kopieren konnte. Brauchte ich aber auch nicht, alles lief super. Dann wollte ich an einer Stelle aber doch mal ein Objekt davon kopieren. Also flugs einen copy-ctor eingefügt. Zack, Programm stürzt an einer ganz anderen Stelle ab. Also, manchmal. Meistens passierte gar nichts, manchmal war meine komplette Spielwelt dunkel. Oh oh...

Es stellte sich heraus, dass ich irgendwo einen std::vector dieser Objekte angelegt hatte. Das ging, weil es einen Move-ctor gab. Das war auch wichtig, denn an anderer Stelle habe ich Zeiger auf Inhalte dieser Objekte gespeichert, deshalb darf ich keine tiefe Kopie machen, sondern Objekte nur moven. Nachdem jetzt aber der copy-ctor hinzugefügt wurde, wurde dieser auf einmal auch vom Vektor aufgerufen. Allerdings nur bei internen Operationen, denn ich war immerhin so schlau push_back(std::move(obj)) aufzurufen. Wenn jetzt mehrere Objekte eingefügt wurden, wurde bei umkopieren alter Objekte der copy-ctor anstatt des move-ctors benutzt. Nach langer Suche stellte sich dann heraus, dass ich meine move-ctor, move-assignment und destructor alle als noexcept deklarieren sollte, weil push_back die sonst nicht mag und lieber den copy-ctor benutzt.
Weil das ja klar ist. Meine Fresse. Wieso muss ich 78 Arten von Konstruktoren per Hand schreiben die alle an abstrusen Stellen nach geheimen Regeln aufgerufen werden? Alles was ich wollte war irgendwo mal eine einzelne Kopie von einem Objekt zu erzeugen. Aber C++ hat die ganze Zeit nur darauf gelauert, dass ich endlich mal irgendeiner dusselige Boilerplate-Hilfsfunktion ein winziges bisschen falsch implementiere um mir direkt mit seinem behinderten undefined behaviour den ganzen Tag zu versauen. Ist ja toll, dass es jetzt super effiziente Move-Semantik gibt, aber meine Fresse ist die kompliziert richtig zu benutzen. Es ist ja ok, wenn es komplizierte Features gibt, die Poweruser verwenden können um maximale Performance zu erreichen. Aber ich will halt im Wesentlichen, dass mein Programm läuft und halt halbwegs effizient ist. Aber es scheint mir so, als müsse man doch einfach absolut alle C++ Features kennen, weil man halt manchmal heimlich etwas benutzen muss, von dem man noch nie gehört hat (bzw. gehört schon, aber nicht sonderlich interessiert daran war und es deshalb nie verinnerlicht hat). Na danke.
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!
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